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Das ist passiert: Schon seit dem Tag des Hamas-Massakers am 7. Oktober 2023 gibt es Verschwörungstheorien, laut denen Israel den Überfall selbst inszeniert oder zumindest bewusst zugelassen hat. Angeblich habe die Regierung einen Vorwand gesucht, um Gaza in Schutt und Asche legen zu können.
Zwei Argumente stützen diese Mythen:
1) Die israelische Regierung lehnt eine unabhängige Aufarbeitung bislang ab und
2) die Vorbereitungen für einen solchen Angriff konnten Israel unmöglich entgangen sein.
Das sollten Sie wissen:
1) Beim innerisraelischen Streit geht es weniger um die Untersuchung an sich als um Zeitpunkte und Zuständigkeiten. Zurecht fordern die Menschen eine lückenlose Aufarbeitung des Sicherheitsversagens. Die Regierung will mit Verweis auf mögliche Behinderung laufender Operationen einige notwendige Untersuchungen erst nach Ende des Krieges zulassen. Das ist nicht zufriedenstellend für Menschen, die sich schnellstmöglich Aufklärung und Gerechtigkeit wünschen. Es ist aber für Kriegszeiten nichts Ungewöhnliches und mitnichten ein Beweis dafür, dass jemand etwas zu verbergen sucht.
2) Die Terrorvorbereitungen waren Israel nicht entgangen. Tunnel waren schon seit den Neunzigerjahren bekannt, als der Gazastreifen noch unter israelischer Kontrolle war. Spätestens seit dem Einmarsch im Gazastreifen 2014 kannte Israel auch deren Ausmaß. Internationaler Druck hinderte damals die Armee daran, die Terrorinfrastruktur zu zerstören. Dennoch hielt Israel einen Angriff, wie die Hamas ihn am 7. Oktober durchführte, für ausgeschlossen. Geheimdienste gingen von der falschen Grundannahme aus, die Hamas wolle regieren, nicht Krieg führen. Unter dieser falschen Prämisse wurden alle weiteren Entwicklungen falsch beurteilt. Eine vergleichbare Fehleinschätzung führte 1973 zum Jom Kippur Krieg.
Darum ist es wichtig: Nicht nur Israel, auch und besonders der Rest der Welt hat sich bereitwillig täuschen lassen. Der westliche Steuerzahler jedenfalls ist nicht dagegen aufgestanden, dass mit seinem Geld terrorverherrlichende Schulbücher finanziert und Belohnungen an Terroristen gezahlt wurden.
Die Hamas führte im Jahr 2021 eine vielsagende Konferenz durch und veröffentlichte die Ergebnisse vor aller Augen. Sie legte Pläne für „Palästina nach der Befreiung“ vor, also Israel nach der Vernichtung. Sie plante sehr genau, welche Palästinenser dann welche israelischen Schulen, Tankstellen, Kraftwerke und Abwassersysteme übernehmen sollten. Einige Juden sollten an der Flucht gehindert, am Leben gelassen und versklavt werden. Palästinenser sollten ihr Geld nicht mehr in Schekel anlegen, da dieser bald verschwinden würde. Die Hamas legte fest, welche internationalen Verträge Israels sofort aufgekündigt werden würden und welche nicht.
Eine Hand voll pro-israelischer und christlicher Medien berichtete ausführlich darüber – auch auf Deutsch. Dennoch bekam es kaum jemand mit. Der Aufschrei, den so etwas hervorrufen sollte, blieb komplett aus. Die Welt, auch die christliche, war mit sich selbst beschäftigt.
Israels Sicherheitssysteme haben versagt. Aber wenn jemand das größte Pogrom an Juden seit dem Holocaust herbeigeführt oder billigend in Kauf genommen hat, dann waren es die Nationen, die antijüdischen Terror bis heute nicht ernst nehmen und stattdessen Israel an den Pranger stellen.
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Seit 2012 stellt die Evangelische Allianz in Deutschland der ICEJ das Spendenprüfzertifikat aus.
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