MENÜ

Todfeind, Schützling oder Friedenspartner?

Todfeind, Schützling oder Friedenspartner?

Die Rolle der Palästinensischen Autonomiebehörde - Kein Interesse an Zweistaatenlösung
Carmen Shamsianpur
zwei älteren herren in feinen Anzügen schütteln sich die Hände und schauen sich in die Augen

Das ist passiert: Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) unter der Führung von Mahmud Abbas soll im Gazastreifen von morgen eine zentrale Rolle spielen. In den Augen von EU, UNO und anderen Akteuren ist die PA für Israel der Friedenspartner schlechthin. Hunderte Millionen Euro Steuergeld will allein Deutschland als Wiederaufbauhilfe direkt an die PA zahlen. Trumps Friedensplan spricht immerhin von einer „reformierten“ PA. Dabei geht es um Reformen, die seit Jahrzehnten von Geldgebern halbherzig angemahnt, aber nie umgesetzt wurden.

Paradox: Israel hat die PA in ihrer jetzigen Form als Friedenspartner ausgeschlossen, da sie Terror sowohl verherrlicht als auch finanziert und in ihren Schulbüchern Hass gegen Juden lehrt. Dennoch fungiert Israel in Judäa und Samaria als Bodyguard der PA. Ohne die israelische Militär- und Geheimdienstzusammenarbeit wären Abbas und die PA weder politisch noch physisch überlebensfähig. Denn die Konkurrenzpartei Hamas hat eine große Anhängerschaft im Westjordanland und würde Wahlen für sich gewinnen. Die Hamas als gemeinsamer Feind ist der einzige Kitt, der Israel und die PA verbindet.

Das sollten Sie wissen: Innerhalb der PA war nach dem 7. Oktober 2023 der Jubel groß. Mehrere Vertreter feierten das Massaker offen in den Sozialen Medien. Die Al-Aksa-Märtyrerbrigade rühmte sich sogar, daran direkt beteiligt gewesen zu sein. Die Brigade ist der militärische Arm der Fatah. Diese wiederum ist die größte Fraktion in der PLO („Palästinensische Befreiungsorganisation“), die im Westjordanland regiert. Abbas, der in Personalunion sowohl der Fatah als auch der PLO als auch der PA vorsteht, brauchte fast zwei Jahre, bis er unter internationalem Druck im Juni 2025 zum ersten Mal das Massaker verurteilte.

Darum ist es wichtig: Die PLO hat ihre Autonomiebehörde 2013 offiziell in „Staat Palästina“ umbenannt. Sie sieht sich also schon jetzt an der Spitze eines palästinensischen Staates. Den westlichen Wunschtraum einer „Zweistaatenlösung“ teilt sie aber nicht. Die Palästinensische Nationalcharta von 1968 ruft zur gewaltsamen Vernichtung des gesamten jüdischen Staates auf. Sie wurde sehr bewusst bis heute nicht „aktualisiert“.

(Foto: "Palästinenser-Präsident" Abbas (links) bei Verhandlungen mit Ministerpräsident Netanjahu 2010 /Archiv GPO)

Filmtipp: Westjordanland - was der Westen nicht versteht

Weitere Artikel

eine Drohnenansicht zweier UN Fahrzeuge. Zwischen ihnen befinden sich mehrere Menschen, drei davon, welche mit roten Kreisen markiert sind, sind bewaffnet

Belege: NGOs unter Hamas-Kontrolle

Dokumente, die in der Hamas-Zentrale gefunden wurden, belegen, wie ausländische Hilfsorganisationen in Gaza von der Hamas kontrolliert wurden.

Ein junger Mann mit Sonnenbrille, er lächelt. Aufschrift zu lesen: Talik, Ran Gvili's mother posted: First to defend

Letzte Geisel: Eltern kämpfen weiter 

Noch immer ist eine israelische Geisel in Gaza - der Leichnam von Ran Gvili. Der Polizist starb vermutlich bereits am 7. Oktober 2023.

zwei Lufthansa Flugzeuge stehen auf einem Areal der Lufthansa

Lufthansa Cargo: Transport-Stopp nach Israel 

Während Kanzler Merz zum Staatsbesuch in Israel weilte, wurde bekannt, dass die Frachtsparte der Lufthansa offenbar ab sofort wichtige Transporte nach Israel stoppt.

ein Mann in blauem Anzug, Brille und einer Kippa steht andächtig vor einer Skultur mit Feuer. Er hat den Kopf leicht nach unten geneigt und die Hände vor dem Bauch verschränkt

Freundschaftsbesuch - aber ohne Rückeinladung

Das ist passiert: Bundeskanzler Friedrich Merz traf Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in Jerusalem. Merz bestätigte das Selbstverteidigungsrecht Israels und versicherte, Deuts...

Ein Plakat mit einer Fußballmannschaft und der Aufschrift: Maccabi Welcome, Solidaritätsbekundung, dazu Datum und Ort. Unten ist das Logo der ICEJ und der Deutsch-Israelische Gesellschaft Region Stuttgart e.V. zu sehen

Aufruf: Schutz und Gebete für Fans aus Israel

Morgen wird Stuttgart einem militärischen Sperrgebiet gleichen. Tausende Polizisten schützen die Innenstadt und die Fußball-Arena beim Spiel VfB Stuttgart gegen Maccabi Tel Aviv.

Eurovision mit Israel Boykott Ankündigung Yuval Raphael

Eurovision mit Israel: Boykott-Ankündigung

Jetzt steht fest: Israel darf am Eurovision Song Contest 2026 teilnehmen. Erste europäische Rundfunkanstalten sagten deshalb ihre Auftritte ab.

eine Menge von Soldaten, deren Gesichter unkenntlich gemacht wurde. Ein arabisch aussehender Mann in Zivil inmitten der Gruppe

Promis kämpfen für Top-Terroristen

Mehr als 200 Personen des öffentlichen Lebens haben eine Petition für die Freilassung des palästinensischen Top-Terroristen Marwan Barghouti unterschrieben.

ein arabisch aussehender Mann in Militärkluft. Er ist mit Waffen ausgerüstet

Hamas-Gegner Jasser Abu Schabab getötet

Der Anführer einer Miliz hatte sich im Gazastreifen gegen die Hamas gestellt. Nun starb er wohl bei einer internen Auseinandersetzung.

Netanjahu sprichtt an einem Rednerpult, auf dem eine Menora abgebildet ist. Im Hintergrund sind mehrere israelische Fahnen aufgestellt

Netanjahu beantragt seine Begnadigung 

Israels Premierminister hat angesichts seines anhaltenden Korruptionsprozesses ein Gnadengesuch bei Präsident Isaak Herzog eingereicht.

auf einem Außengelände sind Raketen zu sehen, im Hintergrund ist die israelische und amerikanische Flagge gehisst

Raketenabwehr: Israel schützt Deutschland 

Die Bundeswehr hat am Mittwoch das von Israel gelieferte Raketenabwehrsystem „Arrow 3“ in Betrieb genommen.