MENÜ

Gebetsmarsch in Stuttgart

Gebetsmarsch in Stuttgart

Gebet für Deutschland und Israel
Birte Scholz
Gebetsmarsch in Stuttgart. Menschen laufen mit Israelflagge und Schildern auf einer Straße

Rund 120 Israelfreunde sind Ende Juni in Stuttgart zu einem Gebetsmarsch mit anschließender Gebetsversammlung auf dem Stauffenbergplatz beim Mahnmal für die Opfer des Holocaust zusammengekommen, um für Deutschland zu beten und für Israel einzustehen. Betend trugen sie bunte Schilder mit Bibelversen sowie Israelfahnen durch die Stadt. Die Veranstaltung wurde bereits das dritte Jahr in Folge vom Deutschen Zweig der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) organisiert.

Gottes Wort wird sichtbar

Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ-Deutschland, begrüßte die Teilnehmer vor dem Marsch. „Wir beten heute in Stuttgart für unsere Städte, für Israel und Deutschland. Es ist unser Wunsch, dass Gottes Wort auf die Straßen kommt und dass Menschen in unserem Land sich Gott zuwenden“, sagte Bühler. „Gleichzeitig wollen wir ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen.“ Stephan Lehnert, Geschäftsführer der ICEJ-Deutschland, ergänzte: „Menschen, die sonst nie eine Bibel in die Hand nehmen, können heute das Wort Gottes lesen, es wird durch uns sichtbar in unserer Stadt.“ Betend liefen die Teilnehmer anschließend mit Gottes Wort durch die Stuttgarter Innenstadt, kamen u.a. an der Synagoge, der Börse sowie der Stiftskirche vorbei und kreuzten die große Fußgängerzone Königstraße.

Hoffnungsvolle Begegnungen

Interessierte Passanten blieben stehen, beobachteten den Zug und machten Fotos. „Der Marsch verlief sehr friedlich, es war eine schöne Einheit da und viele Leute am Rande wurden aufmerksam, haben geguckt und die Bibelverse gelesen. Genau dafür haben wir gebetet“, freute sich Petra Maier, die ein Schild mit dem Wort aus 2. Korinther 5,20 gewählt hatte: „Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet!“ (GNB) „Es war richtig gut und ein wichtiges Zeichen, dass wir den Gebetsmarsch gemacht haben.“ Wolfgang Utz, der sich als Ordner engagierte, war ebenfalls begeistert. „Am Wegrand hat eine Frau plötzlich gerufen: ‚Könnt ihr bitte mit mir beten?‘“, erinnerte er sich. „Ein Gebetsmarschteilnehmer ist stehengeblieben und hat für die Frau gebetet. Das hat ihr so gutgetan, das war deutlich zu sehen.“

Die Stimmen erheben Auf dem Stauffenbergplatz wurde anschließend der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs mit Lobpreisliedern gepriesen und für Israel und Deutschland gebetet. ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler erklärte: „Es ist wichtig, dass wir für die Sache Gottes und die biblischen Werte aufstehen und unsere Stimme erheben. Es ist sehr passend, dass wir das hier auf dem Stauffenbergplatz tun.“ Er ermutigte die Beter, für ein klares Bekenntnis Deutschlands zu Israel und dem jüdischen Volk einzutreten. „Vor Kurzem hat Israels Oppositionsführer Benjamin Netanjahu erklärt, dass Christen bereits vor den Juden Zionisten waren. Christen wie Wesley und Spurgeon sagten, Gott werde eines Tages sein Volk zurückbringen, um den Staat wieder aufzubauen. Was Gott verheißt, wird er halten, das sehen wir heute an Israel. In 2. Chronik 7,14 heißt es, dass Gott vom Himmel hören und das Land heilen wird, wenn sich Gottes Volk demütigt, betet, sein Angesicht sucht und sich von der Sünde abwendet. In den Händen der Gemeinden, von euch, die ihr eine Beziehung zu Jesus habt, liegt der Schlüssel für unser Land“, schloss Bühler.

Ermutigung für Israelis

Michael Kashi, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW) und geborener Israeli, lebt in Deutschland und setzt sich seit Jahrzehnten für gute Beziehungen zwischen Deutschen und Juden ein. „Danke, dass ich zu Ihnen reden darf. Der israelische Botschafter hätte nicht besser für Israel sprechen können als Herr Dr. Bühler gerade“, erklärte er und sprach auf Hebräisch und Deutsch ein Gebet für Frieden in der Welt. Anschließend wurde für jüdisches Leben in Deutschland gedankt und um Schutz und Segen für Juden in Stuttgart und ganz Deutschland gebetet. Bereits vor Beginn der Veranstaltung war eine israelische Reisegruppe sehr erstaunt, eine Bühne mit dem Wort „Jerusalem“ mitten Aufschrift ‚Nie wieder!‘ stehen.“ Christoph Scharnweber, Politikreferent und Gebetskoordinator der ICEJ, rief die Teilnehmer auf, für Politiker zu beten. „Unser Anliegen, ‚Nein‘ zu sagen zu Antisemitismus und Judenhass ist leider größer und aktueller geworden, wie aktuell die Documenta in Kassel zeigt. Lasst uns für unsere Mandatsträger beten, dass nicht nur ‚nie wieder‘ gesagt wird, sondern auch Handlungen folgen.“

Bewegend war auch die Bitte um Segen für die Ukraine. „Es ist gut, hier zu sein. Wir fühlen uns nicht wie Flüchtlinge, sondern als Geschwister“, erklärte Yaroslawa, die mit einigen anderen aus der größten messianischen Gemeinde in Kiew nach Deutschland gekommen ist, um hier ukrainischen Flüchtlingen, darunter auch Juden, zu helfen. Sie sprach ein hebräisches Segensgebet. Die Veranstaltung wurde mit dem gemeinsamen Gebet des Vaterunsers abgeschlossen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Hannelore Illgen (links) vertrat den deutschen Zweig der ICEJ bei der Kranzniederlegung.

7144 ermordete Juden

Am 11. März 1943 wurden alle mazedonischen Juden zusammengetrieben und in einer leerstehenden Tabakfabrik der Stadt Skopje unter menschenunwürdigen Umständen untergebracht.

Am 11. März 1943 wurden alle mazedonischen Juden zusammengetrieben und in einer leerstehenden Tabakfabri...

juergen-and-david-with-crown-prince-reza-pahlavi-in-washington

Konferenz mit Dr. Bühler in Washington

Vor kurzem reisten ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler und Vizepräsident David Parsons nach Washington, D.C., um die ICEJ bei der Chairmen’s Conference der Israel Allies Foundation zu repräsentieren.

Vor kurzem reisten ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler und Vizepräsident David Parsons nach Washington, D.C...

Schweizer Delegation mit Hansjörg, Juri, Jemina, Elias

Envision 2026

Als „frequent ICEJ-Traveller“ zum Laubhüttenfest war es für mich ein neues Erlebnis an der Envision-Konferenz teilnehmen zu dürfen. Besonders, dass ich als „Oldtimer“ mit vier jungen Teilnehmern aus der Schweiz dieses Leitertreffen in Jerusalem erleben durfte.

Als „frequent ICEJ-Traveller“ zum Laubhüttenfest war es für mich ein neues Erlebnis an der Envision-Konf...

Timothée Gerber, Dominique Walter und Markus Lauber, Pastor und Bibellehrer im Togo, haben sich auf die vielen Besucher vorbeitet

ICEJ-Stand am Genfer Allianzkirchentag

Am 8. Februar 2026 hatten wir einen Stand anlässlich der „Journée Inter-Églises du Réseau Évangélique de Genève“.

Am 8. Februar 2026 hatten wir einen Stand anlässlich der „Journée Inter-Églises du Réseau Évangélique de...

ein Mann an einem Rednerpult aus plexiglas und einem Mikrofon. Er trägt eine Brille und Anzug

Drei inspirierende Vorträge mit Prof. gerald R. McDermott

Gleich dreimal durften wir einen besonderen Gast begrüssen: den amerikanischen Theologen Gerald R. McDermott. Die beiden Vorträge im Zollhaus Luzern sowie an der Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel (STH) waren sehr gut besucht und zeigten das Interesse am Thema.

Gleich dreimal durften wir einen besonderen Gast begrüssen: den amerikanischen Theologen Gerald R. McDer...

ein blaues Logo auf weißem Hintergrund. Zu lesen: ICEJ. Internationale Christliche Botschaft Jerusalem

Grußwort Dominique Walter 04/26

Liebe Israelfreunde,

Wenn ich diese Zeilen schreibe, fand bereits eine erste Sitzung des von Präsident Trump einberufenen Friedensrat statt und gleichzeitig gibt es erneut Drohgebärden vom Iran und immer mehr amerikanische Streitkräfte versammeln sich im Nahen Osten.

Liebe Israelfreunde,

Wenn ich die...

Meine Reise von der Wahrnehmung zur Wirklichkeit

Meine Reise von der Wahrnehmung zur Wirklichkeit – Erfahrungen aus Israel

Im Jahr 2004, als ich in London lebte, vermietete ich ein Zimmer in meinem Haus an einen Untermieter, der – ohne es zu wissen – eine Entwicklung in Gang setzte, die mich später um die ganze Welt und schließlich nach Israel führen sollte.

Im Jahr 2004, als ich in London lebte, vermietete ich ein Zimmer in meinem Haus an einen Untermieter, de...

beeri-kibbutz-beeri-construction-ICEJ-envision

Hoffnung trotz Wunden

Die Teilnehmer der Pastorenkonferenz „Envision“ der ICEJ statteten dem Kibbuz Be’eri einen Solidaritätsbesuch ab. Der Kibbuz gehört zu den am schwersten vom Hamas-Terrorüberfall am 7. Oktober 2023 betroffenen Orten.

Die Teilnehmer der Pastorenkonferenz „Envision“ der ICEJ statteten dem Kibbuz Be’eri einen Solidaritätsb...

Herzliche Aufnahme im Team von Anat (ganz links). In der Mitte die ehrenamtliche Helferin aus Deutschland Cornelia Klingner.

Liebesdienst

Was fällt uns ein, wenn wir „Red Carpet“ hören? Natürlich jede Menge perfekt gestylte Promis, welche sich im Blitzlicht-Gewitter von ihrer besten Seite präsentieren. Im Januar erlebte ich „Red Carpet“ ganz besonders – und das mitten in Tel Aviv. Aber der Reihe nach …

Was fällt uns ein, wenn wir „Red Carpet“ hören? Natürlich jede Menge perfekt gestylte Promis, welche sic...

Jerusalem Summit Titelbild

Ende des Schweigens!

Dies ist ein dringender Aufruf an alle Kirchenverantwortlichen. Wir erleben einen entscheidenden Moment in der modernen Kirchengeschichte. In ganz Europa und weltweit erleben wir einen Anstieg von Judenhass, wie er seit Generationen nicht mehr beobachtet wurde – leider auch in christlichen Gemeinden.

Dies ist ein dringender Aufruf an alle Kirchenverantwortlichen. Wir erleben einen entscheidenden Moment ...