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Gleich dreimal durften wir einen besonderen Gast begrüssen: den amerikanischen Theologen Gerald R. McDermott. Die beiden Vorträge im Zollhaus Luzern sowie an der Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel (STH) waren sehr gut besucht und zeigten das Interesse am Thema.
In allen drei Veranstaltungen machte McDermott deutlich, warum Israel auch heute noch eine zentrale Rolle im biblischen Heilshandeln Gottes spielt. Er führte aus, dass die Verheissungen Gottes an Israel nicht aufgehoben oder auf die Kirche „übertragen“ worden seien, sondern weiterhin Bestand haben. Mit zahlreichen biblischen Bezügen zeigte er, dass das Neue Testament die Erwählung Israels nicht relativiert, sondern bestätigt und vertieft.
Besonders eindrücklich war McDermotts persönliches Zeugnis. Er schilderte, wie er selbst lange Zeit von einer Form der sogenannten Ersatztheologie geprägt war, also der Vorstellung, die Kirche habe Israel vollständig ersetzt. Im intensiven Studium der Schrift sei er jedoch zu einer neuen Sicht gelangt. Schritt für Schritt erkannte er, dass Gottes Erwählung Israels nicht widerrufen ist. Dieser theologische Lernprozess sei für ihn nicht nur akademisch, sondern auch geistlich prägend gewesen.
Neben den Vorträgen boten alle drei Anlässe Raum für Fragen und persönliche Gespräche. Die lebhaften Diskussionen und die grosse Beteiligung haben uns sehr gefreut und zeigten, wie relevant das Thema heute ist.
Wir sind dankbar für diese Anlässe und die klaren, bibelorientierten Impulse, die das Nachdenken über Israels bleibende Bedeutung neu angestossen haben. (JK)
Auszug aus dem Wort aus Jerusalem: "Zion: Segen oder Ärgernis?"
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