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Die bevorstehenden Passah-Feiertage laden zum Nachdenken über die tiefen geistlichen Wahrheiten dieses Festes ein. Christen, die in Israel leben, fühlen sich manchmal in zwei verschiedene Richtungen gezogen: Konzentrieren wir uns mit unseren jüdischen Nachbarn auf den unglaublichen Exodus aus der ägyptischen Gefangenschaft oder auf die hochdramatische Passion Christi an diesem denkwürdigen Passahfest ca. 15 Jahrhunderte später? Beide Ereignisse hinterlassen einen tiefen Eindruck– als Gläubige erkennen wir,dass sie nicht unabhängig voneinander sind, sondern dass die Lektionen des einen Festes die des anderen verstärken. Das Blut von Lämmern, das an die Türschwellen gestrichen wurde, ist ein Vorschatten auf das kostbare Blut des Lammes, das am Kreuz floss.
Eine weitere interessante Parallele besteht darin, dass beide Ereignisse auf Grundlage der Bundesverheißungen Gottes an Abraham stattfanden. Im zweiten Buch Mose lesen wir: “Da hörte Gott ihr Ächzen, und Gott dachte an seinen Bund mit Abraham”, als die Kinder Israel wegen ihrer Sklaverei in Ägypten zu ihm schrien. Diese Schriftstelle bezieht sich auf Abrahams Vision in 1. Mose 15, als Gott ihm versprach, seine Nachkommenschaft nach 400 Jahren aus der Gefangenschaft zu befreien.
Im Neuen Testament heißt es in Lukas 1, 72-73, dass die Ankunft des Messias unmittelbar bevorstand, weil Gott gedachte, “Barmherzigkeit zu üben an unseren Vätern und seines heiligen Bundes zu gedenken, des Eides, den er Abraham, unserem Vater, geschworen hat.“ Paulus erklärt zudem in Galater 3, dass Christus kam und starb, um die Verheißung Gottesan Abraham zu erfüllen, das durch ihn “alle Geschlechter der Erde gesegnet werden.“
Das Passahfest erinnert uns daher daran, dass Abraham eine überragende Persönlichkeit unseres Glaubens ist und dass der Bund mit Abraham sowohl den Grundstein für die Errettung des einzelnen als auch für die kollektive Befreiung der Nation Israel darstellt. Er durchzieht die Bibel wie ein roter Faden, daher haben wir guten Grund “an Abraham zu denken”.
Tatsächlich war dies ein einfacher und doch machtvoller Gedanke, den Mose nach der Sünde des Goldenen Kalbes gegenüber Gott geltend machte. Zutiefst erzürnt wollte Gotte die Israeliten auslöschen und mit Mose noch einmal neu anfangen. Doch Mose trat für Israel ein: ”Denke an Abraham”, und Gott ließ von seinem Zorn ab (2. Mose 32, 13).
In Römer 11 heißt es zudem, dass die Juden zwar Feinde des Evangeliums um der Heiden willen sind, jedoch „hinsichtlich der Auserwählung aber Geliebte um der Väter willen“– damit sind Abraham und die Patriarchen gemeint. Wie erstaunlich ist es doch, dass man ein solch dauerhaftes geistliches Erbe hinterlassen kann, dass die Gunst Gottes viele Generationen später auf den eigenen Nachkommen ruht! Daher tun wir tatsächlich gut daran, uns an Abraham zu erinnern.
Auf diesem Hintergrund ist es erstaunlich, wie schwach die Reaktion der christlichen Welt zur aktuellen Kontroverse über das traditionelle Abrahamgrab in Hebron ausgefallen ist. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat das Patriarchengrab in die neue staatliche Liste der 150 Stätten des Kulturerbes einbezogen, die für die Nachwelt erhalten und weiterhin zugänglich bleiben sollen.
Die Palästinenser, unterstützt vom arabisch-islamischen Block, haben wegen dieser simplen, gutwilligen Geste einen „religiösen Krieg“ angedroht. Die internationale Gemeinschaft hat sich ihnen spontan angeschlossen, und die US-Regierung nannte die Maßnahme reflexartige “provokativ und nicht hilfreich”. Das christliche Establishment scheint die Frage überhaupt nicht zu beschäftigen – oder nur dann, wenn es darum geht, muslimischen religiösen Eifer zu besänftigen.
Die jüdische Verbundenheit mit diesem Ort ist uralt. Die Bibel lehrt, dass diese Grabeshöhle in Hebron das erste Grundstück war, das Abraham im von Gott verheißenen Land kaufte. Eine Jahrtausende alte jüdische Tradition besagt, dass er dort mit Isaak, Jakob und den biblischen Müttern Sarah, Rebekka und Leah ruht. Es ist die zweitheiligste Stätte des Judentums, nach dem Tempelberg. Daher sollte es selbstverständlich sein, dass Christen diesen Ort ebenfalls ehren.
Netanjahu hat ausdrücklich zugesichert, dass der Status quo der Stätte nicht verändert wird. Gelder werden bereit gestellt, um sowohl die Synagoge als auch die Ibrahimi-Moschee am Patriarchengrab zu renovieren. Ebenso sollen Toiletten installiert und ein Platz überdacht werden, der zu Gebeten im Freien genutzt wird. An dieser Entscheidung gibt es nichts zu beanstanden, sie ist richtig und gerecht - es sei denn, man will die jüdische Beziehung zu diesem Land auslöschen.
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