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Auf dieses Mädchen wartet eine glänzende Zukunft, ist man sich sicher, als Alice von Battenberg am 25. Februar 1885 in England zur Welt kommt, im königlichen Haushalt von Schloss Windsor. Neben dem Entbindungsbett wacht Queen Victoria höchstpersönlich, die Urgroßmutter des Kindes. Die Mutter des neugeborenen Babys ist Viktoria von Hessen-Darmstadt, verheiratet mit Ludwig von Battenberg.
Doch bald stellt sich heraus, dass mit Alice von Battenberg etwas nicht stimmt. Das Mädchen entwickelt sich langsamer als andere Kinder. Und sie spricht nicht. Schließlich stellt ein Ohrenarzt fest: Alice ist vollständig taub.
Die Gehörlosigkeit wird zur ersten großen Prüfung, der sich Alice in ihrem Leben stellen muss. Es gelingt. Das kluge und schöne Mädchen lernt, die Worte, die sie nie gehört hat, von den Lippen ihrer Gegenüber abzulesen und selbst zu formen. Nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Deutsch, Griechisch und Französisch.
Mit 17 Jahren lernt sie Prinz Andreas von Dänemark und Griechenland kennen. Ein Jahr später heiratet das junge Paar. Sie ziehen zusammen auf ein königliches Gut nahe Athen und Alice von Battenberg beginnt, sich stark sozial zu engagieren. Vier Töchter gehen aus der Ehe hervor. Die Idylle endet, als der Balkankrieg ausbricht. Alice ist nun Tag und Nacht im Einsatz. Sie organisiert ein Lazarett an der Front und hilft bis zur Erschöpfung bei der Versorgung der Schwerstverletzten mit. Gleichzeitig kümmert sie sich um Unterstützung für weitere Krankenhäuser und für ein jüdisches Hospital.
1917, nach dem Ende des Balkankriegs, muss die Familie ins Exil in die Schweiz fliehen. 1921 kehrt man zurück nach Griechenland. Ein fünftes Kind kommt zur Welt, Nesthäkchen Philip. Ein Jahr später muss die Familie erneut Hals über Kopf aus Griechenland fliehen. In dieser schwierigen Zeit findet Alice von Battenberg Halt und Trost im Glauben. Jesus wird zum Mittelpunkt ihres Lebens. In Visionen erlebt sie seine Gegenwart und erzählt davon. Ihre Umgebung reagiert mit Unverständnis. Ihr Glaube wird als übertrieben abgelehnt. Doch sie hört nicht auf, von ihrer Liebe zu Christus zu sprechen. Die Gesellschaft geht auf Distanz. Auch ihr Mann. Alice wird zur Zielscheibe für Spott – und böse Gerüchte über ihren Geisteszustand machen die Runde.
Die Isolation und Ablehnung, der Spott und die Erinnerungen an die Bilder des Kriegs führen zu Schlafstörungen und münden 1930 in einen schweren Nervenzusammenbruch. Ärzte diagnostizieren „religiösen Wahn“, Schizophrenie. Es ist der Beginn eines langen Leidenswegs.
Alice wird gewaltsam in ein Sanatorium eingewiesen. Nesthäkchen Philip ist damals acht Jahre alt. Die prominente Patientin landet bei Sigmund Freud, der sie mit starker Röntgenstrahlung „behandelt“. Es ist eine völlig unsinnige und gefährliche Behandlung. Sie hilft nicht, sondern sorgt für zusätzliche Probleme und gesundheitliche Schäden. Inzwischen hat sich Prinz Andreas von Alice getrennt. Er lebt mit einer Geliebten in Monaco, bis er 1944 im Alter von 62 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts stirbt.
Alice flieht aus der „Heilanstalt“, wird dann jedoch in eine andere Klinik gesperrt. Mehrere Jahre lang ist sie experimentellen Zwangsbehandlungen ausgeliefert.
Die brutalen Methoden verstärken ihre psychischen Probleme. Alice zieht sich vollständig in sich selbst zurück und in ihre Visionen, reagiert nicht mehr auf die Welt um sie herum. Ihre Flucht aus der Realität endet abrupt 1937, als ihr die Nachricht vom Tod ihrer geliebten Tochter Cecilia überbracht wird. Die junge Frau kam bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Mit ihr starben Alice´ Schwiegersohn und ihre beiden Enkel. Der Schock bringt Alice zurück ins Leben und beendet wohl auch die Visionen – jedenfalls wird Alice nun als „vom religiösen Wahn geheilt“ entlassen. Alice zieht wieder nach Griechenland. In Athen lebt sie anspruchslos in einer bescheidenen Unterkunft.
Dann beginnt der Zweite Weltkrieg. Griechenland wird
von deutschen Truppen besetzt. Infolge der Besatzung bricht 1941 eine schwere Hungersnot aus. Prinzessin Alice organisiert Suppenküchen für Kinder, kümmert sich um Waisenhäuser und um Krankenschwesterbesuche in Armenvierteln. Die taube Frau hat den Mut, sich den Nationalsozialisten in den Weg zu stellen, verhilft Juden zur Flucht. 1943 nimmt sie eine jüdische Mutter mit fünf Kindern bei sich auf und teilt ihr weniges Essen
mit den heimlichen Gästen. Als misstrauisch gewordene Nazi-Schergen eines Tages ihr Heim durchkämmen wollen, spielt sie die harmlose Geistesgestörte – wie David, als er auf der Flucht vor Saul in die Hände des Königs von Gat fiel (1. Samuel 21,11ff). Die Täuschung gelingt. Der Suchtrupp zieht ab.
Alice spricht nicht mehr von Visionen. Doch Jesus steht weiterhin im Mittelpunkt ihres Lebens. Die Geschichte der Schwestern Maria und Martha (Lukas 10,38) berührt sie besonders. Die eine voller Liebe und Sehnsucht zu Gott, die andere eifrig im Dienst – Alice will beides zugleich sein.
Ihre Tante Ella ist ihr großes Vorbild, sie hatte ihr Leben Gott geweiht und in Russland als Nonne viel Gutes bewirkt. Die Ordensschwester wurde während der Aufstände 1921 ermordet und später als Märtyrerin von der russisch-orthodoxen Kirche heiliggesprochen. Am liebsten würde auch Alice auf jeden irdischen Reichtum verzichten, Kleider und Schmuck verschenken und in ein Kloster ziehen.
1947 heiratet ihr Sohn Philip die britische Thronfolgerin Elisabeth. Alice ist zur Hochzeit eingeladen. Der Prunk, den sie dort erlebt, gibt wohl den letzten Ausschlag für eine radikale Entscheidung: Alice von Battenberg legt ihre adligen Titel ab und bemüht sich in Griechenland um die Gründung des Nonnenordens „Maria und Martha“.
1949 erfüllt sich Alice einen großen Traum: Sie reist nach Jerusalem. Die Reise prägt. Alice verzichtet fortan auf jeden persönlichen Besitz und trägt nur noch graue Nonnenkutten – auch auf der Krönungsfeier von Queen Elisabeth II. drei Jahre später. Dort sorgt ihr schlichter Auftritt für Empörung. „Jetzt spinnt sie wieder“, raunt man sich zu. Doch die Queen
behandelt Alice als Ehrengast.
1967 kommt es zum Militärputsch in Griechenland. Alice muss das Land erneut verlassen. Sie ist inzwischen 83 Jahre alt und völlig mittellos, dazu als geisteskrank verschrien. Alice weiß nach ihrer Flucht nicht, wo sie unterkommen soll. Da erfährt Queen Elisabeth von der Not ihrer Schwiegermutter – und lädt Alice in den Buckingham-Palast ein.
Hier darf sie bis zu ihrem Tod 1969 wohnen. Am Ende ihres Lebens besitzt die Großmutter des späteren Königs Charles III. und ehemalige Prinzessin von Griechenland und Dänemark nicht mehr als ihre Nonnenkleidung und drei Morgenmäntel. Ihr letzter Wille ist es, in Jerusalem begraben zu werden.
Das Grab der mutigen Prinzessin befindet sich auf dem Ölberg auf dem Gelände der russisch-orthodoxen Maria-Magdalena-Kirche.
Als Lebensretterin der jüdischen Mutter und ihrer fünf Kinder wurde Alice von Battenberg 1993 posthum von der Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet. Ein Jahr später flog Prinz Philip als erstes hochrangiges Mitglied des britischen Königshauses nach Israel, um eigenhändig einen Baum für seine Mutter in Jerusalem zu pflanzen.
Prinz Philip war sein Leben lang ein Förderer des Jüdischen Nationalfonds (JNF KKL). Als Dank finanzierten britische Juden einen „königlichen Wald“ nahe Nazareth. Ein weiterer Wald zu Ehren der Queen wurde 2022 in Schimron in Galiläa gepflanzt.
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