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Durch den Propheten Nathan wird David ein weiterer Bund zugesagt (2 Sam 7; vgl. 1 Chr 17,11-14 und 2 Chr 6,16). Gott verspricht David, dass sein Haus und sein Reich ewigen Bestand haben werden: „dein Haus und dein Königtum sollen beständig sein in Ewigkeit vor dir, und dein Thron soll ewiglich bestehen” (2 Sam 7,16 LUT; vgl. auch 2 Sam 7,13). Genauer wird David durch Nathan mitgeteilt, dass ein leiblicher Nachkomme (Salomo) regieren und einen Tempel bauen wird. Darüber hinaus wird es jedoch einen König geben, der in Ewigkeit regiert. Sein Haus, sein Königtum und sein Königsthron werden für immer bestehen. Diese Schriftstellen weisen darauf hin, dass es nicht bloß um die Zeit seiner Regentschaft und der seines Sohnes geht, sondern dass der Messias aus dem Hause David kommen wird. Lange nach Lebzeiten König
Davids schreibt der Prophet Hesekiel im Babylonischen Exil: „Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und danach tun. Und sie sollen wieder in dem Lande wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, in dem eure Väter gewohnt haben. Sie und ihre Kinder und Kindeskinder sollen darin wohnen für immer, und mein Knecht David soll für immer ihr Fürst sein. Und ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein. Und ich will sie erhalten und mehren, und mein Heiligtum soll unter ihnen sein für immer. Meine Wohnung soll unter ihnen sein, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein, damit auch die Völker erfahren, dass ich der HERR bin, der Israel heilig macht, wenn mein Heiligtum für immer unter ihnen sein wird” (Hes 37,24-28 LUT).
Die Israeliten sollen für immer im Land der Väter wohnen und David soll für immer ihr Fürst sein. Jesus ist ein Nachkomme Davids aus dem Stamme Juda (Mt 1,1). Der Engel Gabriel kündigt Maria seine Geburt an: „Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird über das Haus Jakobs herrschen in Ewigkeit, und seines Königtums wird kein Ende sein” (Lk 1,32-33 ELB; vgl. Lk 1,69 und Apg 13,34).
Jesus selbst wurde von blinden Menschen als „Sohn Davids“ angesprochen (Mt 9,27; Mt 20,30), ebenso von der Volksmenge (Mt 12,23) und von einer kanaanäischen Frau (Mt 15,22). Im letzten Buch der Bibel wird Jesus als derjenige beschrieben, der den „Schlüssel Davids“ hat (O& 3,7) und der die Wurzel und das Geschlecht Davids ist: „Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen für die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern” (Offb 22,16 LUT).
Nach den bisherigen Überlegungen kann zusammenfassend festgehalten werden, dass der Bund Gottes mit Abraham in gewisser Weise das Fundament für die weiteren Bünde Gottes mit dem Volk Israel bildet. Der Bund am Sinai bringt das Gesetz, ermöglicht dadurch die Erkenntnis von Sünde und hat eine erzieherische Funktion auf Christus hin. Der Neue Bund hat zum Inhalt, dass Gott sein Gesetz in das Herz der Israeliten legt. Der Bund mit David wiederum bezieht sich auf das Leben Davids, hat aber auch in der Zukunft eine messianische Bedeutung, weil sein Haus, Königtum und Thron ewig bestehen werden. Im Neuen Testament gibt es mehrere Hinweise auf den Zusammenhang zwischen Jesus und seiner Herkunft aus dem Geschlecht Davids.
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