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Der Bund mit Mose

Malcolm Hedding
Goldene Statue eines Mannes mit Umhang und einem Kopfschmuck. Er hält eine Tafel mit den römischen ziffern ein bis zehn darauf in der Hand

Das Problem unserer Welt ist folgendes: Wenn Sie eine Person auf der Straße ansprechen und zu ihr sagen: „Sie müssen gerettet werden“, dann wird sie Sie wahrscheinlich ansehen und fragen „Sind Sie verrückt? Wovon?“ Die Welt ist im Allgemeinen nicht davon überzeugt, dass sie gerettet werden muss. Gottes Entscheidung, die Welt zu retten, ist in sich selbst nicht genug. Er muss dem Bund mit Abraham etwas hinzufügen. Und genau das tat er. Er fügte den Bund mit Mose hinzu.

Der Bund mit Mose bezieht sich auf die Gesetzgebung auf dem Berg Sinai. Lesen wir, was der Herr in 2. Mose 19 zu Moses über das Gesetz sagte, das er ihm übergeben wollte.

3 Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der Herr rief ihm vom Berge zu und sprach: „So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und den Israeliten verkündigen: 4 ‚Ihr habt gesehen was ich mit den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht. 5 Werdet Ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. 6 Und Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.’ Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.“ 7 Mose kam und berief die Ältesten des Volks und legte ihnen alle diese Worte vor, die ihm der Herr geboten hatte. 8 Und alles Volk antwortete einmütig und sprach: „Alles, was der Herr geredet hat, wollen wir tun.“ Und Mose sagte die Worte des Volks dem Herrn wieder. 9 Und der Herr sprach zu Mose: „Siehe, ich will zu dir kommen in einer dichten Wolke, auf dass dies Volk es höre, wenn ich mit dir rede, und dir für immer glaube.“ Und Mose verkündete dem Herrn die Worte des Volks. (2. Mose 19,3-9)

Das Neue Testament sagt ganz klar, dass der Bund mit Mose, oder das Gesetz, dem Bund Abrahams mit dem Ziel hinzugefügt wurde, uns zu Christus zu führen.

19 Was soll dann das Gesetz? Es ist hinzugekommen um der Sünden willen, bis der Nachkomme da sei, dem die Verheißung gilt, und zwar ist es von Engeln verordnet durch die Hand eines Mittlers. (Galater 3,19)

24 So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden. (Galater 3,24)

Deshalb ist der Bund mit Abraham der Bund der Entscheidung. Gott hat sich entschieden, die Welt zu retten. Der Bund mit Mose ist der Bund der Unterweisung und im Kontext des Galaterbriefes fügte Gott ihn dem Bund mit Abraham hinzu. In Galater 3 zeigt der Apostel Paulus die gegenseitige Verbindung zwischen dem Bund mit Abraham und Mose und dem Neuen Bund. Er beginnt damit, dass der Bund mit Abraham die erste Verkündigung des Evangeliums ist, aber den Männern und Frauen war nicht bewusst, dass sie gerettet werden mussten; deshalb brauchten sie einen Lehrer. Aus diesem Grund fügte Gott den Bund mit Mose hinzu.

Das Gesetz wurde unser Lehrer, um uns zu Christus zu bringen (Galater 3,24). Im Römerbrief 3,20 sagt der Apostel Paulus, dass wir durch das Gesetz die Sünde erkennen. Ich bin daher überzeugt, dass wir mehr Menschen zu Jesus bringen würden, wenn wir mehr das Gesetz predigten.

Wenn wir über das Gesetz sprechen, sprechen wir nicht über das rituelle Opfergesetz oder das Tempelritual. Wir sprechen über das moralische Gesetz, das als das königliche Gesetz oder Dekalog oder die Zehn Gebote bekannt ist. Über dieses Gesetz spricht Paulus in Galater 3 als unserem Lehrer und Vorbild, das uns zu Jesus bringt.

Etwas sehr Interessantes möchte ich hier einfügen: Warum werden die Methodisten „Methodisten“ genannt? Sie wurden Methodisten genannt, weil sie eine Methode hatten. Es klingt komisch, aber es ist wirklich so.

Wir haben die Vorstellung, dass die Wesleys große, starke Prediger waren – große, robuste Männer mit großen Lungen. Aber wenn man das Haus von John Wesley in London besucht, kann man seine kleinen Hausschuhe sehen. Es ist schwer vorstellbar, dass dies der Mann war, den Gott gebrauchte, um die Welt mit einer Methode zu erschüttern!

Was war nun seine Methode? Nun, er stieg auf seine Kanzel, das war sein Pferd. Er ritt in ein Dorf irgendwo in England und begab sich ins Zentrum. Dort stand er im Sattel auf und begann zu predigen.

Sieben Tage lang predigte er die Zehn Gebote. Er sagte zum Beispiel: „Du sollst nicht die Ehe brechen.“ „Du sollst nicht stehlen.“ „Du sollst nicht lästern.“ „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut und Frau.“ „ Du sollst den Herrn, deinen Gott ehren.“ „ Du sollst dir kein Bildnis machen von ihm.“ Sieben Tage lang sagte der Mann Gottes nichts über Jesus.

Als er predigte, fiel die Kraft Gottes auf Hunderte und Tausende von Männern und Frauen, da die Bibel ja sagt: „Wenn der Heilige Geist kommt, wird er die Welt der Sünde überführen.“

Meine lieben Freunde, Menschen akzeptieren Jesus nicht, weil ihre Ehen kaputt sind. Sie akzeptieren Jesus auch nicht, weil ihr Konto überzogen ist und sie finanzielle Probleme haben. Und sie akzeptieren Jesus auch nicht wegen irgendeinem anderen persönlichen Problem.

Wir nehmen Jesus an, weil wir gegen den Charakter Gottes rebelliert haben. Die Zehn Gebote sind eine schriftliche Beschreibung des Charakters Gottes. Wenn wir sie daher in der Kraft des Geistes Gottes predigen, überführt der Heilige Geist das menschliche Herz mit nachfolgender Buße.

Aber Gott sei Dank, wenn wir Jesus annehmen, lehrt er uns, wie wir unsere Ehen führen, unser Bankkonto ausgeglichen ist, und er hilft uns bei jedem anderen Problem in unserem Leben.

John Wesley, George Whitefield und Charles Wesley, die ersten Methodisten, verbrachten sieben Tage, manchmal ein bisschen länger oder kürzer damit, den Bund des Mose zu predigen. Das Gesetz ist unser Lehrmeister, der uns zu Jesus bringt. Danach verließen sie die Stadt, um nach kurzer Zeit wieder zurück zu kehren. Nun passierte jeweils eines von zwei Dingen. Entweder brannte die ganze Stadt unter der Überführung des heiligen Geistes oder sie kochte vor Ärger! Es gab auch Situationen, wo John Wesley wegen seiner Predigt von der Volksmenge aus der Stadt hinausgejagt wurde.

Normalerweise ritt er ins Zentrum der Stadt und erhob sich auf seiner Kanzel. Dann begann er über das Kreuz von Golgatha zu predigen, wohin der Sünder gehen kann und Vergebung findet, wo der Sünder vom Fluch des Gesetzes befreit werden kann und ewiges Leben findet, wo der Sünder seine Sünden im Blut Jesu abwaschen kann.

Der Bund mit Mose ist also der Bund der Unterweisung. Er bahnt dem Sünder gemäß der Bibel den Weg zu Jesus. Wenn wir zu Galater 3 zurückgehen, sehen wir, dass Paulus genau das sagt: 24 So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden. (Galater 3,24)

Wenn wir dann bei Vers 10 weiterlesen, spricht er über den Neuen Bund.

10 Denn die aus den Werken des Gesetzes leben, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben: „Verflucht sei jeder, der nicht bleibt bei alledem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, dass er’s tue.“ 11 Dass aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn der Gerechte wird aus Glauben leben. 12 Das Gesetz ist aber nicht aus Glauben, sondern „der Mensch, der es tut, wird dadurch leben.“ 13 Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der am Holz hängt.“ (Galater 3,10-13)

Warum kam Jesus und starb am Kreuz? Achten Sie auf den nächsten Vers in diesem Zusammenhang. Jesus starb am Kreuz, um die Verheißung Gottes im Bund mit Abraham zu erfüllen.

13 Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der am Holz hängt“ 14 damit der Segen Abrahams unter die Heiden komme in Christus Jesus und wir den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben. (Galater 3,13-14)

Die Verheißung des Geistes Gottes ist Gottes Leben, das in jene eingepflanzt wird, die durch Christus mit ihm versöhnt wurden. Es ist das Versprechen eines neuen Lebens. Der Apostel Paulus bezeichnet dies als den Segen des Bundes mit Abraham.

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