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Die geistliche Wiederherstellung Israels als Nation

Die geistliche Wiederherstellung Israels als Nation

Malcolm Hedding
Israelfahne vor einem Gemäuer

Es gibt eine interessante Doktrin, die ich nutzen möchte, um diese Ausführung zu Römer 11 zu vervollständigen. Es ist die Doktrin der Erstlingsfrüchte. Um den Zusammenhang zu verstehen, ist es wichtig, die Verse in Römer 11 zu lesen, die zu dieser Erwähnung führen.

11 So frage ich nun: Sind sie gestrauchelt, damit sie fallen? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall ist den Heiden das Heil widerfahren, damit Israel ihnen nacheifern sollte. 12 Wenn aber schon ihr Fall Reichtum für die Welt ist und ihr Schade Reichtum für Heiden, wie viel mehr wird es Reichtum sein, wenn ihre Zahl voll wird. 13 Euch Heiden aber sage ich: Weil ich Apostel der Heiden bin, preise ich mein Amt, 14 ob ich vielleicht meine Stammverwandten zum Nacheifern reizen und einige von ihnen retten könnte. 15 Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird ihre Annahme anderes sein als Leben aus den Toten. 16 Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist auch der ganze Teig heilig; und wenn die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig. (Römer 11,11-16)

Was bedeutet der Vers 16? Kommen wir zurück zu Römer 11. Aber zuerst wenden wir uns Jakobus zu, wo diese Doktrin der Erstlingsfrucht wieder erwähnt wird. Jakobus sagt, dass wir, die wir Jesus gehören, die Erstlingsfrucht sind.

18 Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir Erstlinge seiner Geschöpfe seien. (Jakobus 1,18)

Auch im ersten Korintherbrief finden wir diese Doktrin. Jesus ist die Erstlingsfrucht der Auferstehung. 20 Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. (1. Korinther 15,20)

Hier haben wir also die Doktrin der Erstlingsfrucht. Das Konzept der Erstlingsfrucht garantiert immer eine Ernte. Jesus ist die Erstlingsfrucht der Auferstehung, das bedeutet, dass Millionen folgen werden. Die Erstlingsfrucht garantiert immer eine Ernte. In der Bibel gibt es im Markus- Evangelium eine eher bemerkenswerte Geschichte über dieses Thema.

12 Und am nächsten Tag, als sie von Betanien weggingen, hungerte ihn. 13 Und er sah einen Feigenbaum von ferne, der Blätter hatte; da ging er hin, ob er etwas darauf fände. Und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter; denn es war nicht die Zeit für Feigen. 14 Da fing Jesus an und sprach zu ihm: Nun esse niemand mehr eine Frucht von dir in Ewigkeit! Und seine Jünger hörten das. (Markus 11,12-14)

20 Und als sie am Morgen an dem Feigenbaum vorbeigingen, sahen sie, dass er verdorrt war bis zur Wurzel. 21 Und Petrus dachte daran und sprach zu ihm: Rabbi sieh, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt. (Markus 11,20-21)

Auf den ersten Blick scheint dies ein wenig dumm oder fast schon verrückt zu sein. Es passiert in der Osterwoche. Jesus ist in Bethanien, bei seinen Freunden Maria, Martha und Lazarus. Aus unbekannten Gründen verließ er an diesem Morgen das Haus und hatte offensichtlich nicht gefrühstückt.

Martha musste das an diesem Tag trotz ihrer Geschäftigkeit übersehen haben. Erinnere dich daran, dass Jesus zu ihrer sagte: „Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe, Maria hat das gute Teil erwählt, das soll nicht von ihr genommen werden“ und das war, zu den Füßen Jesu zu sitzen. (Lukas 10,41).

Nun, vielleicht hat Martha ihre Lektion gelernt, machte ihre stille Zeit mit Jesus und vergaß dabei das Frühstück! Das könnte die Erklärung sein, warum Jesus hungrig war, als er das Haus verließ. Er sah von weitem einen Feigenbaum und ging hin um zu sehen, ob er etwas darauf finden könnte. Er wollte Feigen finden. Als er hinkam, fand er jedoch nur Blätter. Warum? Es war keine Zeit für Feigen. Warum suchte er dann Feigen? Und noch wichtiger, warum sagte er zu dem Baum: Nun esse niemand mehr eine Frucht von dir in Ewigkeit. Warum? Warum verfluchte er den Feigenbaum, wenn es doch keine Zeit war für Feigen? Wenn man von Bethanien in Richtung Jerusalem geht und den Ölberg besteigt, kommt man durch ein kleines Dorf mit Namen Betfage, das bedeutet „das Haus des Feigenbaums“. Darum sah er als er nach Betfage kam, alle diese Feigenbäume.

Jesus wusste, dass die Zeit der Feigenernte eigentlich im September ist. Dann wäre der Baum beladen mit Hunderten von Früchten. Aber er wusste auch, dass der Baum im März oder April seine Erstlingsfrucht tragen sollte. Diese ersten Feigen schmecken absolut am Besten und sind auch sehr nahrhaft.

Er durchsuchte die Blätter, konnte aber nichts finden. Als er keine Erstlingsfrüchte fand, wusste er, dass der Baum krank war. Er war am Sterben, so beschleunigte er nur den Prozess, indem er ihn verfluchte. Er würde keine Ernte mehr bringen.

Wenn es keine Erstlingsfrucht gibt, gibt es auch keine Ernte. Wenn es keine Feigen im März oder April gibt, wird es auch keine Feigen im September oder Oktober geben. Der Baum ist krank. Der Feigenbaum wurde als Gleichnis gebraucht für die Generation, die geistlich krank war.

Hier sehen wir auch die Doktrin der Erstlingsfrucht. Das heißt, wenn es eine Erstlingsfrucht gibt, gibt es auch eine Ernte. Darum sagt uns die Bibel, wenn Sie in der Gemeinde sind, so sind Sie auch eine Art Erstlingsfrucht. Wir sind die ersten Feigen, und wir werden eine Ernte von Feigen aus jeder Nation garantieren.

Im Millennium, wenn Jesus kommen und auf dem Thron sitzen wird, wird es gerettete Nationen geben. Millionen über Millionen von Menschen werden gerettet werden. Das sind jene, die jedes Jahr nach Jerusalem kommen werden, um den Herrn dort anzubeten. (Sacharja 14,16).

Die Bibel sagt in der Offenbarung, dass die geretteten Nationen in der Stadt ein und ausgehen werden mit ihren Königen, um anzubeten. Deshalb wissen wir, dass Millionen von Menschen, die in der Erneuerung oder dem messianischen Zeitalter gerettet sein werden, kommen werden. Es wird eine Ernte aus den Nationen geben, nicht vergleichbar mit irgendetwas, was wir zuvor gesehen hätten.

24 Und die Völker werden wandeln in ihrem Licht; und die Könige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen (Offenbarung 21,24)

Aber jetzt sind wir die Erstlingsfrucht. Damit garantieren wir, dass es aus jedem Stamm, aus jeder Nation eine Ernte geben wird im messianischen Zeitalter.

Gehen wir wieder zurück zu Römer 11,16, wo Paulus über Israel und die Erstlingsfrucht spricht. Wie wissen wir, dass es eine massive geistliche Erneuerung des jüdischen Volkes geben wird, bevor der Messias kommt? Weil ihre Erstlingsfrucht schon auf dem Baum hängt, deshalb wird es eine Ernte geben. Wenn die Fülle der Heiden hereingekommen ist, eine Art Erstlingsfrucht von allen Geschöpfen, dann wird Israel gerettet werden. Das wird eine Ernte sein, wie wir sie noch nie erlebt haben.

Wie weiß Paulus, dass es so geschehen wird? Das ist die Antwort: weil die Erstlingsfrucht heilig ist. Gott hat eine Erstlingsfrucht auf Israels Feigenbaum gefunden, so wird „die Masse“ – das ist die Ernte – die große Masse wird heilig sein. Israels Feigenbaum ist gesund und wird eine Ernte bringen. Das lehrt uns Paulus in Römer 11. Da wird eine Masse kommen – eine Ernte in der Nation Israel – bestätigt durch die Schriften des Neuen Bundes – wie sie noch nie da gewesen ist. Kein Wunder, dass die letzten Verse von Römer 11 den Lobpreis von Paulus über die wunderbaren und geheimnisvollen Wege Gottes ausdrücken.

33 O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! 34 „Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?“ 35 „Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm vergelten müsste?“ 36 Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge, Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. (Römer 11,33-36)

Für Paulus ist das Erstaunlichste an der Geschichte Israels Folgendes: Dass eine Nation, die 4.000 Jahre alt ist, Phasen von Glauben und Unglauben durchläuft und trotzdem das Werkzeug zur Welterlösung wird. Es mutet eigenartig an, dass trotz ihrer eigenen Rebellion, ihrer Schwachheit und ihrer Verfolgung durch die Mächte der Finsternis, die sie fortwährend zu zerstören suchen, der Gott der Bibel durch sie seinen Erlösungsplan für die Welt vollendet. Millionen von Männern und Frauen, aus jedem Stamm und jeder Nation, sind Abrahams Kinder geworden.

Am Ende wird diese Nation, die das Werkzeug zur Welterlösung gewesen ist, in eine Periode des unvergleichlichen Segens und der Freude eintreten. Ihre lange Pilgerreise des Leidens und der Finsternis wird zu Ende sein. Zum ersten Mal, seit Gott sie ins Leben gerufen hat, wird die Welt die Tatsache begreifen, dass die Nation Israel ein Geschenk für sie war. Sie werden verstehen, dass durch sie jede Familie auf der Erde gesegnet worden ist.

(Foto: unsplash/taylor-brandon)

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