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Die Geschichte Israels ist die Geschichte der Liebe Gottes zu dieser Welt. Er ist kein Gott, der bestimmte Personen bevorzugt. Gott hat keine Favoriten. Im zweiten Kapitel des Römerbriefes zählt Paulus einige Prinzipien auf, die Gott anwendet, wenn er die Menschheit richtet.
Er richtet ohne Ansehen der Person. Darum behandelt er alle Menschen gleich, egal wer sie sind, ob Juden oder Heiden. 11 Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott. 12 Alle, die ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verloren gehen; und alle, die unter dem Gesetz gesündigt haben, werden durchs Gesetz verurteilt werden. (Römer 2,11-12)
Wie wunderbar ist jene Stelle in Johannes 3,16, die wir alle kennen und lieben, wo Gott seine Liebe zur ganzen Menschheit erklärt!
3 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3,16)
Deshalb ist die Geschichte Israels keine Geschichte eines Volkes, das Gott mehr geliebt hätte als andere Völker. Es ist wichtig, dies zu verstehen. Sicherlich ist es eine einzigartige Geschichte, aber sie zeigt uns, auf welche Art und Weise dieser heilige, liebende Gott die Welt mit seiner Botschaft vom Messias erreicht.
Israel ist das Werkzeug zur Welterlösung; darum widerstehen wir dem Ziel Gottes – der ewigen Rettung, die durch Israel der ganzen Welt geschenkt wird – wenn wir Israel verfluchen oder hassen oder verachten.
Am Beginn des Römerbriefes spricht Paulus über den großen Plan Gottes. Er holt sehr weit aus. Er spricht dabei über die Herrlichkeit Gottes, die in der Schöpfung zu sehen ist. Er spricht davon, wie sich Gott in der Ordnung der Natur selbst offenbart. Nachdem er die Herrlichkeit Gottes und die Verantwortung des Menschen Gott gegenüber so wunderbar ausgeführt hat, bemerkt Paulus, dass die Leser dazu eine Frage stellen müssen.
Die Frage, die seine Leser dazu stellen müssen, ist: „Gut, Paulus, du sprichst über einen Gott, der sich der Welt offenbart. Du sprichst über einen Gott, der in dem was er geschaffen hat, gesehen und verstanden werden kann. Du sprichst über einen unglaublichen Gott, der alles geschaffen hat, weshalb die ganze Menschheit ihm gegenüber verantwortlich ist. Wie passen nun die Juden da hinein? Weshalb existieren sie?“
In Römer 3,1-2 stellt er die rhetorische Frage: „Welchen Vorteil hat nun der Jude?“ Dies ist die entscheidende Frage, und er beantwortet ihre Frage mit „Viel in jeder Weise! Zum ersten: Ihnen ist anvertraut, was Gott geredet hat.“
Das ist der Hauptgrund, warum die Nation Israel in Existenz gerufen wurde. Sie wurde geschaffen, um Verwalter der Welterlösung zu sein, das Werkzeug, durch das Gott seine Botschaft der ewigen Erlösung in die Welt bringen würde.
Aus diesem Grund widersteht man dem Plan Gottes für diese Welt, wenn man diese Nation verflucht, ablehnt oder hasst.
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