MENÜ

Israels gerechtes Leben im heiligen Land

Israels gerechtes Leben im heiligen Land

Malcolm Hedding
Ein Richterhammer auf aufgeschlagenen Büchern

Es ist auch faszinierend, vom Wort Gottes her zu sehen, wie der Segen, der aufgrund des Bundes Abrahams fließt, oder wie die Verheißungen, die Gott gegenüber Abraham gemacht hat, stark davon abhängen, ob Israel gerecht im Land lebt. Dies stellt eine entscheidende Säule dar für unser Verständnis vom heutigen Israel. Während das Land für immer Israel gehört, wird das Niederlassungs- oder Wohnrecht für das Land durch seine Treue als Volk Gottes bestimmt.

Während also das Land auf immer ihm gehört, wird das Wohnrecht – das Vorrecht, im Land leben zu dürfen – bestimmt von Israels versöhnter Beziehung zu Ihm.

Diese Tatsache wird in den fünf Büchern Mose laufend betont. Traurigerweise ist das etwas, was die Menschen bei ihren Bemühungen, Gottes Handeln mit Israel zu würdigen und zu verstehen, heutzutage sehr oft vergessen. Lasst uns in 5. Mose 29 nachlesen. Hier sehen wir, wie Gott zum Volk spricht und es davor warnt, was geschehen wird, wenn es sich von Ihm entfernt. Sie haben das Niederlassungsrecht, solange sie gerecht in dem Land leben. Wenn sie sich von ihrem Gott abwenden und von Ihm weggehen, dann verwirken sie das Vorrecht, im Land leben zu dürfen, welches nichtsdestotrotz für immer ihr Land bleibt.

23… und alle Nationen werden sagen: Warum hat der Herr diesem Land so etwas getan? Weshalb diese grosse Zornglut? 24 Dann wird man sagen: Weil sie den Bund des Herrn, des Gottes ihrer Väter, verlassen haben, den er mit ihnen geschlossen hatte, als er sie aus dem Land Ägypten herausführte, 25 und (weil sie) hingingen und andern Göttern dienten und sich vor ihnen niederwarfen, (vor) Göttern, die sie nicht kannten und die er ihnen nicht zugeteilt hatte, 26 da entbrannte der Zorn des Herrn gegen dieses Land, so dass er den ganzen Fluch über es gebracht hat, der in diesem Buch aufgeschrieben ist. 27 Und der Herr hat sie herausgerissen aus ihrem Land im Zorn und im Grimm und in großem Unwillen und hat sie in ein anderes Land geworfen, wie (es) an diesem Tag (der Fall ist). (5. Mose 29,23-27)

Bemerkenswert ist die Aussage des Schreibers, dass dies ein Geheimnis sei, das wir besser verstehen sollten. Er lüftet das Geheimnis, indem er sich einer Frage bedient. Diese lautet: „Die Nationen werden sagen: ‚Warum hat Gott das diesem Land angetan?’“ Es ist meine Erfahrung, dass viele Christen, die Israel lieben, dieses Geheimnis nicht verstehen. Sie empfinden sehr oft, dass, weil Juden im Land Kanaan leben, sie so leben können, wie sie möchten. Dass es ja ihr Land sei; und wir deswegen alles tun sollten, um sicherzustellen, dass sie darin auch bleiben. Gottes Wort jedoch sagt das so nicht aus.

Das Wort Gottes sagt, es ist ihr Land und gehört ihnen für immer. Es wurde ihnen vom Gott Abrahams als ewiges Besitztum gegeben. Aber – ein großes ABER – das Vorrecht, in dem Land leben zu dürfen, hängt von ihrer Beziehung mit ihrem Gott ab. Wenn sie nicht in einer versöhnten Beziehung mit Ihm leben und Ihm von ganzem Herzen dienen, dann wird Er sie schon aus Prinzip entwurzeln und Er wird ihnen das Privileg, im Land zu leben, das er ihnen einstmals gewährt hat, wegnehmen.

Die Bibel räumt ein, dass dies ein Geheimnis ist, das nicht viele begreifen und verstehen werden. Wenn wir das aber tun, sollten wir sichergehen, dass wir unser Verständnis an unsere Kinder weitergeben (5. Mose 29,28-29).

Seit 4000 Jahren ist Israel im Land verwurzelt. Doch weil eben kein Volk über Generationen Gott treu dienen kann, wurde es zweimal ins Exil gesandt und wieder zurückgeführt. Ihre Sünde und Rebellion gegen den Gott des Himmels führte zu Gericht und zum Exil; die Treue Gottes jedoch brachte das Volk Israel zurück in sein altes Heimatland.

Israel ist auch durch Zeiten großer Dunkelheit und Sünde gegangen. Das Wort Gottes berichtet ebenfalls darüber. Ihr Abfall missfiel dem Gott der Bibel; und weil es keine Busse gab, richtete Er Sein Volk und sandte es zweimal ins Exil.

Im Jahr 586 v. Chr. eroberte Nebukadnezar die Stadt Jerusalem, plünderte sie, verbrannte den Tempel und verschleppte das Volk. Sie kennen alle die Geschichte.

Dann gab es wunderbare Episoden in Babylon mit unserem Freund Daniel und seinen drei Freunden.

Siebzig Jahre später kehrten sie zurück unter der Leitung von Esra, Nehemia, Haggai und Sacharja, Propheten und Priestern der Restauration. Es gab so etwas wie eine große Erweckung unter den Makkabäern. Selbst zu den Zeiten Esras und Nehemias, als man das Wort Gottes auf den Mauern Jerusalems vorlas, kam die Gegenwart Gottes herunter, und es gab große Freude und großen Segen im Land.

Wie traurig, dass sie einmal mehr in Rebellion fielen, und im Jahre 70 v. Chr. Israels lange und große Zerstreuung begann, die fast 2000 Jahre lang dauerte.

Sie lehnten Jesu messianischen Anspruch ab, ein Bruder hasste seinen Bruder, und letztendlich wurde der Tempel durch Titus von Rom zerstört, und die Nation wurde in Gefangenschaft geführt.

Das sind historische Zeugnisse der Wahrheit all dessen, was Gott angekündigt hat, falls sich Israel von Ihm abwenden würde. Das sollte uns das Fürchten lehren, denn Gottes Wort ist wahr. Was Gott über uns sagt, sollten wir ernst nehmen. Es gibt viele Abschnitte in Gottes Wort, in denen Er zu uns spricht in Bezug auf unser Leben, unsere Heiligung und Hingabe zu Ihm; und wir tun gut daran, diese ernst zu nehmen.

Wir haben es mit einem heiligen Gott zu tun. Ein Gott voller Erbarmen und Liebe, ja. Aber Er ist auch ein heiliger Gott, ein Gott voller heiliger Liebe – und Er verlangt, dass wir als Sein Volk in Gerechtigkeit leben vor Ihm.

Dennoch – trotz Israels Sünde, Versagen, Untreue und Schwachheit – hat der Herr und Gott des Himmels mit Seinem kostbaren Wort und Seinem Messias Jesus der Welt durch Israel ein Vermächtnis hinterlassen. Das ist erstaunlich!

Als Er Israel berufen hat, verlangte er von ihm keine Vollkommenheit. Er wusste von Anfang an, dass das, was Er von Israel verlangte, auf eine Art nicht möglich ist. Er benutzte seine Schwachheit und sein Versagen.

Er benutzte Israels Rebellion, um den Plan, den er immer schon durch Israel vollenden wollte, trotz alledem zustande zu bringen. Daraus entnehmen wir, dass wir einem unglaublichen Gott dienen.

Ganz egal, wie Sie gefallen sind … egal, wie oft Sie den Lauf aufgegeben haben … egal, wie Sie gestrauchelt sind und Sie sogar gesündigt haben … dieser Gott liebt Sie. Er wird Sie dennoch aufrichten, wenn Sie umkehren und Ihre Sünden bereuen, und Er wird Sie wieder auf Ihre Füße stellen.

Den Sinn und Zweck, den Er für Ihr Leben geplant hat, wird Er dennoch erfüllen. Am Ende, wenn Sie vor Ihm stehen, werden Sie dennoch sagen können, dass Sie alles erreicht haben, was Er für Ihr Leben im Sinn hatte.

Ich meine damit, sehen Sie sich an, sehen Sie mich an. Wir sind nur ‚schwaches Fleisch’, das durch Gottes Gnade errettet worden ist. Trotz alledem und trotz unserer Schwachheit wird dieser Gott in unserem Leben Unglaubliches bewerkstelligen. Egal, wo Sie stehen, und egal, was Sie getan haben, das Ihn enttäuscht hat. Ihre Liebe ist alles, was Er von Ihnen will; denn Er liebt Sie.

Alles, was Er von Ihnen möchte, ist, dass Sie aufstehen und sagen: „Herr, hier bin ich. Es tut mir leid, ich bin aber bereit, weiter dranzubleiben.“ Der Verdacht beschleicht mich, dass Gott es liebt, in unserem Versagen Seine Herrlichkeit offenbar zu machen; denn wenn wir schwach sind, ist Er stark. Das ist wunderbar.

Israel ist ein Bild hierfür. Das ist der Grund, warum der Brief an die Korinther besagt, dass, was immer in Israels Geschichte geschieht, uns zum Beispiel gegeben ist (1. Korinther 10,11). Israel ist Gottes ‚Beispielsnation’. Oder anders ausgedrückt: An Israel werden Sein Wort und Seine Verheißungen geprüft.

Wenn wir dieses Land betrachten, begreifen wir Gottes Handeln an uns. Es wird für uns zu einem Beispiel für die Absichten Gottes.

Es ist daher ziemlich erstaunlich, dass Gott Israel nicht auserwählt hat, weil es etwa stärker, besser oder gar besser ausgerüstet war als alle anderen. Tatsächlich ist es sogar eine kleine, schwache Nation. Er hat es auserwählt, eben weil Er es auserwählt hat. Er sagt: „Ich liebe euch einfach“, wie Er uns alle liebt.

Trotzdem wurde Israel zum Werkzeug der Welterlösung. Obwohl es aufgrund seines Götzendienstes 586 v. Chr. aus seinem Land vertrieben wurde; und obschon es wegen seiner Rebellion im Jahr 70 n. Chr. erneut vertrieben wurden, wurde Plan und Absicht Gottes durch Israel nicht weniger erfüllt.

Der Ruf Gottes auf der Bestimmung Israels als Nation wurde nicht weggenommen; und wegen Israel haben die Nationen Gottes Wort. Wir haben heute die Bibel, sie ist ein jüdisches Dokument und kam durch schwache Menschen zu uns, die einen starken Gott haben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

ein Mann an einem Rednerpult aus plexiglas und einem Mikrofon. Er trägt eine Brille und Anzug

Gottes Treue

Wie sah Apostel Paulus das Verhältnis zwischen dem Judentum des ersten Jahrhunderts und der neuen Jesusbewegung? Diese Frage gehört bis heute zu den am meisten diskutierten Aspekten der Lehre des Paulus.

Wie sah Apostel Paulus das Verhältnis zwischen dem Judentum des ersten Jahrhunderts und der neuen Jesusb...

Sukkot – Ein Fest beispielloser Einheit - An Sukkot feiern wir die letzte und kostbarste Ernte des Jahres. Rabbi mit Zitrone, Zweig und Schriften in der Hand

Die prophetische Bedeutung der Feste des Herrn

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um die prophetische Bedeutung der Feste des Herrn

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um die...

Jesus mit Schriftrolle im Tempel

Das Sukkot Fest aus der Sicht Christi

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um das Sukkot Fest aus der Sicht Christi

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um das...

Sukkot – Ein Fest beispielloser Einheit - An Sukkot feiern wir die letzte und kostbarste Ernte des Jahres. Rabbi mit Zitrone, Zweig und Schriften in der Hand

Der Abschlusstag: Shemini Atzeret

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um den Abschlusstag: Shemini Atzeret

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um den...

Laubhüttenfest

Das Große Hoshanna: Hosha’ana Raba

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um das Große Hoshanna: Hosha’ana Raba

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um das...

Juden mit Kippa. Einer hält eine Zitrone und ein Stab mit Geflecht in der Hand

Das Laubhüttenfest - Sukkot

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um das Laubhüttenfest – Sukkot

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um das...

Titelbild 2 junger Beter gpo Mark Neyman

Der Versöhnungstag Jom Kippur

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um den Versöhnungstag Jom Kippur

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um den...

Jewish,Festival,Of,Sukkot.,Traditional,Symbols,(the,Four,Species):,Etrog,

Der Tag der Posaunen

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um den Tag der Posaunen

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um den...

Erntezeit

Das Wochenfest Shavuot

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um das Wochenfest Shavuot

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um das...

Erntezeit

Das Fest der Erstlinge

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um das Fest der Erstlinge

Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um das...